"Im Reich der Farbe"
von Hartmut Stieger
Dort, wo kalt die Sterne glühen
im weltenfernen Himmelsall
verliert die Farb´ ihr Angesicht
Durcheilt der gold´ne Sonnenstrahl
als unsichtbar gewelltes Licht
das schwarze Nichts. Zum Blühen
bringt ihn erst der Bruch der Sphäre,
in die sich uns´re Erde hüllt.
Dass er dem Leben Energie gewähre
und bunte Tupfer in die Seele füllt.
Doch nur auf uns´rem Erdgestade,
allein im endlos weiten Raum,
gewährte Gott das Wunder dieser Gnade
Bedenk´es wohl, dies sel´ne Glück.
Zu leicht verweht´s, wie Daunenflaum.
Hast du´s zerstört, kehrt es nimmermehr zurück.
letzte Änderung 3.08.2001